Google-Konkurrent Yahoo hat in den USA den Startschuss zu seiner mobilen Suchmaschine oneSearch gegeben. Diese soll Benutzern von Mobiltelefonen bessere Suchergebnisse als herkömmliche Suchmaschinen-Angebote inklusive der eigenen Yahoo-Suche bieten. Ursprünglich ausschließlich in der Smartphone-Applikation "Yahoo Go 2.0" integriert, ist der mobile Suchdienst nun auf mehr als 85 Prozent aller Mobiltelefone mit Webzugang abrufbar. Mit dem Vorstoß setzt Yahoo seine Strategie fort, seinen größten Gegner Google zumindest im mobilen Segment hinter sich zu lassen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Resultatslisten soll oneSearch nur eine begrenzte Zahl von relevanten Suchergebnissen in verschiedenen Kategorien ausspucken. Gibt der Handybenutzer beispielsweise einen Kinofilmtitel ein, nimmt die Suchmaschine an, dass nicht nur eine Filmkritik von Interesse ist sondern auch die Startzeiten in Kinos einer bestimmten Region. Mit Hilfe der Kategorien lässt sich die Suche verfeinern bzw. eingrenzen oder ausdehnen.
Im Zentrum des neuen mobilen Dienstes steht einmal ein breites Angebot an Werbemöglichkeiten, mit dem Yahoo sein Angebot finanzieren will. Um sich die Marktführerschaft im Bereich mobiler Werbung zu sichern, verfolgt Yahoo dabei eine zweigleisige Strategie. Zum einen setzt man weiterhin verstärkt auf Kooperationen mit Netzbetreibern und Geräteerzeugern. Weiters will man sich aber auch ein Stück weit von dieser Abhängigkeit befreien und die mobilen Dienste auch verstärkt über das Internet interessierten Anwendern näherbringen.
Wann der US-basierte Dienst auch in Europa nutzbar sein wird ist nicht bekannt.
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