Der Online-Musikservice Napster will künftig auch Filme und Games online anbieten. Wie die Financial Times (FT) berichtet, sieht Napster-Chef Chris Gorog durchaus eine Zukunft im Online-Vertrieb von Filmen, TV-Programmen, Games und anderem Video-Content. Das Modell der Musikindustrie ist das Vorbild, nun gilt es noch Hollywood davon zu überzeugen. Darüber hinaus kündigte Gorog auf der Musikmesse Midem in Cannes eine deutsche Version von Napster innerhalb eines Jahres an, berichtet das IT-Portal Cnet.
"Wir erwägen derzeit eine Entwicklung in Richtung Video, vor allem um die junge Videogame-Generation anzusprechen", sagte Gorog der FT. Zurzeit steckt der legale Film-Download noch in den Kinderschuhen. US-Anbieter wie Movielink, an dem Studios wie MGM, Paramount, Sony Pictures, Universal Studios und Warner Bros beteiligt sind, kommen nicht vom Fleck. Das liegt aber wohl eher daran, dass Hollywood den Film-Download scheut wie einst die Musikindustrie. Die Studios wollen ihre Cashcow DVD nicht gefährden, gleichzeitig steigt aber der illegale Film-Download über eDonkey und BitTorrent. Analysten meinen daher, dass legale Musikservices ähnlich erfolgreich sein könnten wie Apples iTunes und Napster bei Musik.
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