AMDs Radeon HD 6750 und HD 6770 Grafikchips basieren auf einem 40 nm Juniper-Core (RV840), der 160 (HD 6770) bzw. 140 (HD 6750) 5-dimensionale Shader-Prozessoren für die Durchführung komplexer 3D-Berechnungen beherbergt. Die Chips werden von AMD-Partner TSMC gefertigt und basieren auf insgesamt circa 1,04 Mrd. einzelner Transistoren. Seitens der Chip-Frequenz taktet die HD 6770 mit 850 MHz wie erwartet etwas höher als das 6750er Modell, das sich mit 700 MHz begnügt. Des Weiteren muss die kleinere Ausführung mit 36 Texture Mapping Units auskommen, wohingegen die HD 6770 auf 40 TMUs zurückgreifen kann. Dies verstärkt den bereits durch die Frequenzen gegebenen Unterschied bei den Füllraten. Beide Varianten binden 1 GB GDDR5-Speicher über ein 128 Bit breites Interface an, wobei die HD 6770 mit 2,4 GHz auf deutlich höhere Frequenzen baut. Bei der HD 6750 sind es abhängig von der Umsetzung der Board-Partner 2,0 oder 2,3 GHz. Die Leistungsaufnahme gibt der Hersteller mit 108 (HD 6770) bzw. 86 Watt (HD 6750) an.

Die Sapphire Radeon HD 6770 FleX im Überblick.
Auch die HD 6700 Serie von AMD verfügt über einen integrierten Hardware-UVD (Unified Video Decoder der 3. Generation), der die CPU-Last deutlich verringert und eine reibungslose Dekodierung von Blu-ray und HD-DVD-Inhalten sowohl für die Codecs VC-1 und H.264 als auch MPEG-Dateien ermöglichen soll. Neu hinzugekommen ist der Support für Multiple Video Coding für Blu-ray 3D. Dolby TrueHD, DTS-HD Master Audio und HDMI 1.4a werden ebenfalls unterstützt. So kann der Benutzer jetzt Digital Theatre-Anwendungen in noch höheren Auflösungen, Support für stereoskopische 3D-Displays sowie 7.1-Audio genießen.
Die Sapphire Radeon HD 6770 FleX besitzt zwei DVI-Ports, wobei jeweils einer als Single- (schwarz) und einer als Dual-Link-Variante (weiß) ausgeführt ist. Einen HDMI- und einen DisplayPort-Anschluss hat die Karte ebenso vorzuweißen, die zusammen eine große Vielfalt an Monitorkonfigurationen ermöglichen. Über einen DisplayPort-HDMI-Converter (Analogix ANX9830), verbaut auf der Platine, ermöglicht Sapphire die Verwendung eines einfach passiven HDMI-Adapters zum Anschluss von drei Monitoren (ohne DisplayPort). Wer gerne einen vierten Bildschirm betreiben möchte, wird um den Einsatz eines DP-Modells jedoch nicht herumkommen.

Die FleX-Edition von Sapphire bietet vielseitige Anschlussmöglichkeiten.
Sieht man mal von der FleX-Funktionalität der Sapphire-Karte ab, hat sich verglichen mit den Modellen der Radeon HD 5700 Familie folglich nur sehr wenig getan. Was die technischen Eckdaten betrifft, entsprechen die Modelle Radeon HD 6770 und HD 6750 exakt ihren Vorgängern HD 5770 und HD 5750. Lediglich bei der beschleunigten Darstellung von Blu-ray-Filmen und beim unterstützten HDMI-Standard (4.1a) hat man bei der 6700er Generation nachgebessert. Folgend die technischen Eckdaten der Neulinge im Überblick.